Polyamore Beziehungen können im ungünstigen Fall einen erheblichen emotionalen Stress bedeuten, falls es Konflikte zwischen den Partnern gibt oder Eifersuchtsgefühle aufkommen.
Zusätzliche Beziehungen haben zudem die Tendenz, Unsicherheiten und ungeklärte Konflikte in einer Partnerschaft ans Licht zu bringen, auch wenn diese schon lange besteht.
sehr viel größere Menge an „Beziehungsarbeit“, die oft geleistet werden muss,
der manchmal erheblichen Aufwand an Zeit und Energie,
Verzicht auf subjektive oder reale Sicherheiten,
Es ist schon schwierig, mit einem Menschen zu Konsenslösungen zu kommen, wie viel schwerer ist das mit gleichberechtigten Mehrfachbeziehungen
Man kriegt möglicherweise allerlei Schwierigkeiten mit der Umwelt, mit seiner Herkunftsfamilie, seinem Arbeitgeber, alten Freunden, mitunter selbst mit Ämtern
die Sexualität in polyamoren Kreisen dient in manchen Fällen als Sucht oder Ablenkung
die Erwartungen sollten nicht übertrieben sein (sind es aber anfangs meistens). In der Realität haben Polys selten mehr Sex, mehr Abwechslung, mehr Kontinuität und mehr Liebe als andere Menschen
oft genügt die Zeit nicht, um mehrere Beziehungen wirklich tief führen zu können; vieles bleibt daher an der Oberfläche bzw. beschränkt sich auf Sex
Polyamorie ist kein Allheilmittel gegen alle persönlichen Probleme – in der Regel fühlt man sich da auch nicht besser
Zitat eine Frau bzgl. der Gruppensex-Zeiten der frühen 70er Jahre: „Jede offene Ehe, die ich kannte, endete mit einer Scheidung. Das ganze Ding war ein Desaster!“
Vorteile:
die Erfahrung von Vielfalt und Lebendigkeit
es kann optimale Bedingungen zum Großziehen von Kindern bieten
die Solidarität und Unterstützung in einer erweiterten Lebensgemeinschaft
Man kann sich auf mehr als einen Intimpartner in schweren Zeiten verlassen